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PascAL – Patientensimulationsmodelle für die chirurgische Ausbildung und Lehre

PascAL

In einem gemeinsamen Projekt des ISTT der HTWK Leipzig und des Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig haben Mediziner und Ingenieure gemeinsam an der Erstellung von Patientensimulationsmodellen für die chirurgische Ausbildung und Lehre gearbeitet. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Herzzentrum der Universität Leipzig und der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde/Plastische Operationen (Universitätsklinikum Leipzig) durchgeführt.

HINTERGRUND

Die Chirurgie ist eine hochkomplexe Domäne, die höchste Leistung von Ärzten sowie der eingesetzten Technik verlangt. Ohne den Einsatz moderner Medizintechnik ist eine optimale Diagnostik und Versorgung des Patienten kaum mehr vorstellbar. Gleichzeitig entstehen durch die Einführung neuer Technologien auch neue Risiken im Bereich Mensch-Technik-Interaktion, welche den Operateur vor neue Herausforderungen stellen.

Ziel der Nachwuchsforschergruppe „Patientensimulationsmodelle für die chirurgische Ausbildung und Lehre“ (PascAL) ist deshalb die Entwicklung chirurgischer Patientensimulationssysteme, die standardmäßig für das Training komplexer Operationen sowie von Notfall- und Stresssituationen eingesetzt werden können, um Risiken für Patienten zukünftig weiter zu reduzieren.

VORGEHEN

Alle fünf Teilprojekte von PascAL wurden am ISTT durch den Nachwuchsgruppenleiter Andrej Machno koordiniert. In zwei Teilprojekten entwickelten Ingenieure des ISTT und Ärztinnen des Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) je einen Simulator für die Panendoskopie und einen Simulator für den minimalinvasiven Aortenklappenersatz. Ein weiteres Teilprojekt am ISTT beschäftigte sich mit den Veränderungen der chirurgischen Facharztausbildung durch Simulationssysteme. 

ERGEBNISSE

Erste Prototypen der geplanten Simulatoren sowie der entsprechenden medizinischen Systeme wurden bereits von erfahrenen Chirurgen getestet und validiert. Darüber hinaus wurden Studienkonzepte für die Analyse der Anforderungen an den Trainingsbedarf von Assistenzärzten entwickelt. Ingenieure des Laboratory for Biosignal Processing (LabP) und des Instituts für Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR) der HTWK realisierten die Echtzeitverarbeitung von EEG- und MEG-Signalen und das intraoperative Neuromonitoring an simuliertem Nervengewebe.

Laufzeit: 1. Januar 2012 – 31. Dezember 2014
Projektleitung: Prof. Dr. Werner Korb (ISTT), Prof. Dr. Andreas Dietz (ICCAS)
Mitarbeiter: Claudia Bednarek (bis 2013, ICCAS), Franziska Busch (ICCAS), Joumanah Hafez (ICCAS), Ronny Höche (MSR), Christian Köhler, Andrej Machno, Gunnar Nitsche, Christof Pieloth (LaBP), Tobias Pilic, Rebecca Schweier

Neuigkeiten aus dem Projekt

  • Interdisziplinäres Symposium zur Simulation in der Medizin (InSiM)

    Rückblick: Symposium zur Simulation in der Medizin (InSiM)

    01.10.2014

    Joumanah Hafez und Christian Köhler haben auf dem diesjährigen Interdisziplinären Symposium zur Simulation in der Medizin (InSiM) in Frankfurt am Main den im Projekt PascAL entwickelten Simulator für...

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  • Das ISTT beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung 2014

    Rückblick: Tag der offenen Tür der Bundesregierung

    01.09.2014

    Das ISTT beteiligte sich am Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 30. und 31. August und stellte im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seine Simulatoren für die Panendoskopie und...

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  • PascAL Summerschool 2014

    Rückblick: PascAL-Summerschool 2014

    08.07.2014

    In der ersten Juliwoche fand am ISTT eine Summerschool für die interdisziplinäre Nachwuchsforschergruppe PascAL (Patientensimulationsmodelle für die chirurgische Ausbildung und Lehre) statt. Für die...

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Letzte Änderung: 16.1.2015
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